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6 goldene Regeln für Content in 2026
Wir verlosen 12 OMR-Tickets!
Willkommen an die 72 neuen Smart Chiefs, die diesen Newsletter neuerdings lesen. Viel Spaß!
Hello Smart Chiefs,
30.000 bis 40.000 Euro. Pro Monat. Nur für API-Tokens.
Das ist die Zahl, die mich letzte Woche in Münster kurz sprachlos gemacht hat. Ich moderierte auf der Data Unplugged, Europas größter KI-Konferenz, ein Panel mit Johannes Kliesch (SNOCKS) und Philip Hitschler-Becker (Hitchies). Sie beide führen Millionen-Unternehmen.
Der eine verkauft Socken, der andere Gummibärchen.
Sie beide unterhalten weit mehr als eine Million Fans mit ihren Personal Brands auf Social Media. Doch die Frage, die ich auf der Bühne gestellt habe: Wie viel KI verträgt authentisches Personal Branding? Was die beiden geantwortet haben, hat mir klargemacht: Wir sind mitten in einem Fenster, das sich gerade schließt.
Wer das goldene Zeitfenster nicht nur lesen, sondern nutzen will: Gemeinsam mit meinem Partner Sage verlose ich 12 exklusive Plätze für meinen Workshop„Next Level Content AI“ auf der OMR 2026 in Hamburg – inklusive Festival-Ticket!
Die Frage, die wir auf der OMR klären: Wie nutzen wir sie so, dass wir nicht wie Roboter klingen, sondern Identität und Haltung als Brand skalieren?
(Trust me: Wer diesen Newsletter bis zum Ende liest, meldet sich sofort an!)

Weil gerade Ostern war, konnte ich mir den Spaß nicht nehmen lassen 😉 / made with gemini
Das erwartet dich am Dienstag, den 05. Mai:
Build-Session: Du baust live deinen eigenen KI-Assistenten, der zu 100% nach deiner echten Stimme klingt.
Workflow-Insights: Ich zeige dir exklusiv, wie ich Tools wie Gemini und NotebookLM für LinkedIn und Newsletter nutze.
Fokus auf Impact: Gemeinsam mit Sage sorgen wir dafür, dass Technologie dir den Rücken freihält, für das, was wirklich zählt: Wirkung und Wachstum.
Bist du bereit für den Deep Dive statt „Prompt-Runterbeten“?
Ich freue mich auf euch in Hamburg! 🚀
Und jetzt geht’s weiter mit dem heutigen Thema im Smart Chiefs Newsletter:
Die 7 goldenen Regeln für Content-Creation - und warum du ChatGPT wahrscheinlich für das Falsche nutzt
Heute keine Top 5 Links der Woche - weil ihr diesen ganzen Content erst mal verdauen müsst!
Und wie immer eine kurze Umfrage, wie euch der Newsletter heute gefallen wird.
Work smart, not hard.
Deine Laura
6 goldene KI-Regeln für Content in 2026

Philip, Johannes und ich auf der Bühne der Data un:plugged
1. Das goldene Zeitfenster – und warum es sich schneller schließt als du denkst
Johannes hat SNOCKS 2016 gegründet als Amazon-Business. Dann kam Facebook Ads – er war früh dabei, als ein Neukunde noch 2 Euro kostete. Mit jedem Jahr wurde es teurer. Wer damals nicht investiert hat, zahlt jetzt den vollen Preis.
Gerade passiere dasselbe mit KI und LinkedIn, sagt er. Die Gesamtreichweite auf der Plattform ist in den letzten zwölf Monaten um 20 bis 30 Prozent gesunken – weil mehr Menschen posten. Gleichzeitig ist der ROI explodiert: Was früher ein menschlicher Ghostwriter für 100 Euro pro Post geleistet hat, kostet mit einem gut trainierten KI-Skill heute 5 Euro. Wer das Fenster jetzt nutzt, hat einen Vorsprung, der sich später nicht mehr aufholen lässt.
Johannes' Einschätzung: „In 18 bis 24 Monaten hat es jeder gemacht – und dann gehen die Reichweiten in den Keller."
Was das konkret bedeutet: Jeden Tag mindestens ein LinkedIn-Post. Nicht drei pro Woche. Jeden Tag.
2. ChatGPT ist für LinkedIn-Copywriting die falsche Wahl – und zwar messbar
Johannes nennt eine konkrete Quelle: die LM Arena – ein öffentliches Benchmark-Ranking der besten KI-Modelle. Für Texte und Copywriting liegt ChatGPT dort aktuell auf Platz 5 oder 6.
Seine Empfehlung: Claude, spezifisch Opus 4.6. „Allein, dass ihr nicht ChatGPT für eure LinkedIn-Beiträge verwendet, sondern Claude – ihr werdet schon 10 bis 20 Prozent bessere Ergebnisse haben."
Dazu kommt das Training. Mit Tools wie Cowork lässt sich Claude in etwa einer Stunde auf den eigenen Schreibstil einrichten: Die KI liest automatisch die letzten 20 bis 30 eigenen Beiträge, analysiert Satzbau, Pausen, Zeichensetzung – und schreibt danach so, wie du schreibst. Nicht wie eine KI.
Drei konkrete Taktiken, die Johannes selbst anwendet:
Ein Post täglich, morgens um 7 Uhr. Mehr lohnt sich nicht – mehrere Tests haben gezeigt, dass zusätzliche Posts die Reichweite nicht steigern.
Nach einem viralen Post: Pause. Wenn ein Beitrag auf einmal 10.000 statt der üblichen 2.000 Impressions hat, am nächsten Tag nicht posten. Ein neuer Post „tötet" den Algorithmus des alten.
Kuration vor Kreation. Johannes liest Handelsblatt, entdeckt einen Artikel über einen Firmenverkauf, füttert ihn in Claude – und bekommt zehn fertige Slides. Dann fügt er seine eigene Einschätzung hinzu. Der Post geht raus. Täglich.
3. AI Slop – der feine Unterschied zwischen Reichweite und Rauschen
Es gibt einen Begriff, der auf dem Panel mehrfach fiel: AI Slop. Gemeint ist Content, der gut klingt, aber nichts sagt. KI recycelt, umschreibt, poliert – und heraus kommt etwas, das sich liest wie jeder andere Post. Glatt, austauschbar, ohne Fingerabdruck.
Der Unterschied entsteht an einer einzigen Stelle: der persönlichen Einschätzung.
Johannes' Beispiel: Er liest im Handelsblatt, dass eine E-Commerce-Marke aus UK für eine Milliarde verkauft wurde. Claude generiert ihm daraus zehn Slides mit Zahlen und Analysen. Dann fügt er seine eigene Einordnung hinzu – zum Beispiel: „Ich finde den Preis ehrlich gesagt zu hoch“.
Dieser eine Satz, diese persönliche Note, ist der Schlüssel für massive Reichweiten. Wie stark dieser Hebel ist, zeigt auch seine Prognose an einem tagesaktuellen Fall: Am Morgen des Panels liest er vom Verkauf der Haarcare-Marke Olaplex. Johannes ist sich absolut sicher: Wenn er diese News recycelt und mit seiner persönlichen Haltung postet, wird dieser Beitrag in seiner Nische über 100.000 Impressions bekommen.
„AI Slop ist, wenn du es einfach nur recycelst. Wenn du aber sagst: 'Die Firma wird verkauft, und ich finde den Preis zu teuer' – dann ist es wieder eine persönliche Note“.
Das ist kein Trick. Das ist Haltung. Und Haltung lässt sich nicht automatisieren.
4. Was Philip Hitschler-Becker über Personal Branding sagt - und wo die Grenzen von KI liegen.
Philip führt Hitchies – ein Familienunternehmen, gegründet 1929 von seinem Ur-Großvater, und fast in die Insolvenz geschlittert. Er hat es in die fünfte Generation gerettet. Nicht mit einem klassischen Turnaround-Plan, sondern mit Social Media. Heute ist Hitchies plattformübergreifend auf fast eine Million Follower gewachsen – und konkurriert mit Haribos und Trollis dieser Welt, die Milliarden umsetzen.
Sein Motto: Alles, was du tust, ist theoretisch Content. Praktisch bedeutet das: 90 Prozent des Contents ist spontan. Im Gegenteil zu Johannes Ansatz ist das, was Philip macht, kaum von KI kopierbar. Aber kann dafür umso lukrativer werden.
5. Das McFlurry-Prinzip: Wie aus einem Spontan-Video ein Millionendeal wurde
Denn jetzt kommt die Geschichte, die ich auf dem Panel so nicht erwartet hatte.
Philip sitzt im Auto vor einem McDonald's. Er hat Lust auf McFlurry. Geht rein. Die Antwort der Mitarbeiterin: „Wir haben heute kein Eis." 30 Grad draußen. Er nimmt sein Handy, dreht ein Video. Postet es ohne Absprache.
1,2 Millionen Views später meldet sich McDonald's.
Was folgte: anderthalb Jahre gemeinsame Produktentwicklung. Ergebnis: der Hitchies McFlurry, gelaunchst im Sommer 2024. Innerhalb von drei Tagen ausverkauft. McDonald's musste das Marketingbudget abdrehen – nicht weil der Deal schlecht lief, sondern weil er zu gut lief. Die Filialen waren mittags um 12 Uhr schon leer.
Kein Pitch, keine KI, kein großes Budget. Ein ehrliches, ungeschnittenes Video.
„Wenn nichts wagt, der nichts gewinnt", sagt Philip. Das ist keine Floskel. Das ist sein Geschäftsmodell.
6. KI-Video: Beide sind sich einig – noch nicht da.
Bei Texten funktioniert KI. Bei Video ist die Meinung auf dem Panel eindeutig: noch nicht. Johannes: „Video – total overhyped. Videos stecken wir auch fast gar keine Zeit rein, weil die Technologie einfach noch nicht soweit ist."
Philip bestätigt: Sie haben es mit KI-Stimmen probiert, für ihre Länder-Accounts. Es klingt noch zu künstlich. Das eigentliche Problem ist nicht die Bildqualität, sondern das Kontextverständnis. KI weiß nicht, was diese Woche im Internet passiert ist. Sie weiß nicht, dass Schafe in einen Penny gerannt sind. Und sie weiß nicht, warum das gerade lustig ist.
Wer heute behauptet, KI-Video funktioniert bereits auf dem Niveau von organischem Creator-Content, verkauft Hoffnung.
Wo KI aber absolut Sinn macht: Beim Voice-Cloning.
Und Spoiler hier: Elevenlabs ist eines der spannendsten Tools weltweit auf dem Markt, wenn es um Voice Cloning mit KI geht! Wer aus erster Hand vom Deutschland-Team lernen will, was für seine oder ihre Firma richtig ist → Sie kommen im Juni zum Smart Chiefs Retreat!
Mein Fazit aus Münster:
Ich habe auf der Bühne gefragt: Wie viel KI verträgt authentisches Personal Branding?
Die Antwort, die ich mitgenommen habe: mehr als die meisten denken – und weniger, als viele hoffen.
KI kann deinen Stil lernen, deinen Workflow beschleunigen, deinen Output vervielfachen. Was sie nicht kann: entscheiden, welche Geschichte es wert ist, erzählt zu werden. Schreib mir, was du mitnimmst. Ich bin gespannt.
PS: Du hast in dem Text gemerkt, dass es wieder Updates gibt, von denen auch ich noch nichts weiß? Schreib mir eine E-Mail. Und: Teile diesen Newsletter mit anderen Smart Chiefs. Noch immer made by humans ❤️
🚀 Smart Links
🎤 Ich empfehle euch keinen neuen Tools, wenn sie nicht wirklich Sinn ergeben: Aber Wispr Flow ist den Download absolut wert, denn egal ob iMessage, Slack, E-Mails oder Google Dokumente - ich kann in jedem System und Tool Voice Messages transkribieren lassen. Und das ziemlich perfekt. Wirklich eine Zeitersparnis!
🔎 Ich weiß. Ihr hasst Grok, weil ihr Elon Musk hasst. Aber xAI hat vor einiger Zeit Grok 4.20 veröffentlicht: Das heißt, 4 KI-Agenten suchen gleichzeitig mit eurer Anfrage, was es sowohl 1) extrem schnell als auch 2) extrem tiefgründig macht (viele Quellen auf einmal). Springt über euren Schatten und testet es selbst.

🧠 Kürzere Sätze sparen Geld. Das ist das ganze Prinzip hinter der “Caveman Technik”: Wer sein KI-Modell anweist, zu antworten wie ein Höhlemensch – also in rohen, kurzen Sätzen statt in ausformulierten Erklärungen – reduziert den Token-Verbrauch. Und damit die monatlichen Kosten.
🤖 Der einfachste Weg, wirklich besser in KI zu werden? Nicht noch ein Tutorial schauen. Sondern Cowork deinen Kalender scannen lassen – und identifizieren, welche Prozesse in deinem Alltag schon längst automatisiert sein könnten. 5.000 Mal gespeichert. Kein Wunder.
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