Let's fire the Boss!

Wie viel Struktur braucht New Work?

Hello Smart Chiefs,

zum Auftakt des Start-up-Events Bits & Pretzels habe ich mit Smart Chiefs und Audi das Event On the Road To New Work in M羹nchen veranstaltet. Wir haben damit einen Raum geschaffen, in dem sich junge Founder und Creators mit dem Grokonzern 羹ber die Arbeit von morgen austauschen konnten. Falls ihr euch gerade denkt: Ja, was bedeutet dieser vage Begriff 羹berhaupt die Arbeit von morgen? Dann seid beruhigt, genau das haben wir uns n瓣mlich auch gefragt. Weil 羹ber New Work so viele unkonkrete Definitionen herumschwirren, haben wir f羹r uns die wichtigsten Knackpunkte definiert. Das Ergebnis: F羹nf konkrete Fragen, an denen aus unserer Sicht kein moderner Leader mehr vorbeikommt.

There you go.

  1. Sollten wir den Boss im Team feuern?

Am Sonntag war Kirstine Fratz bei uns auf dem Panel. Sie ist Deutschlands (und Europas!) ber羹hmteste Zeitgeistforscherin. Kirstine sagt, der neue Zeitgeist, der sich aktuell nicht nur in der Arbeit, sondern in der ganzen Gesellschaft durchsetze, er sei wie ein Riss in der Matrix. Kleine Ver瓣nderungen lieen uns erahnen, dass auch eine andere, eine bessere Welt m繹glich w瓣re. Der Riss wird gr繹er und gr繹er und wir stellen das infrage, was unumst繹lich galt: Geschlechterrollen, Erziehungsmethoden, starre Hierarchien in der Arbeit.

Braucht es also 羹berhaupt noch einen Chef? Laut Kirstine hie Chef-Sein bislang, nach einem v瓣terlichen Prinzip zu agieren. Der Boss sagt an und wer nicht spurt, wird zurechtgewiesen. Heute dagegen seien m羹tterliche St瓣rken unverzichtbar: Ein offenes Ohr f羹r die Mitarbeitenden haben. Sich darum sorgen, dass es jedem gut geht, dass die Team-Harmonie passt. Der Chef ist kein Monarch mehr, sondern schl羹pft vielmehr in die Rolle des Happiness-Managers.

Wir sollten den Boss also nicht feuern. Aber seine Rolle grundlegend 羹berdenken.

  1. Wie k繹nnen wir die Arbeit auf moderne Weise strukturieren?

Top-Down ist out. Und auch starre Regeln sind 羹berholt. Niemand will schlielich von neun bis 17 Uhr die Zeit im Office absitzen. Trotzdem geht es nicht ganz ohne Leitplanken, das wissen wir aus der Psychologie. Das Schlagwort lautet Complexity Bias: je mehr M繹glichkeiten wir haben, desto 羹berforderter sind wir. Deshalb ist es wichtig, vorab klare Vereinbarungen in Teams zu schaffen: Jeder muss wissen, was von ihm erwartet wird. Audi hat da schon einige innovative Wege eingeschlagen. Es gibt Regeln, die vorgeben, wann E-Mails verschickt werden d羹rfen und wann nicht so f羹hlt sich niemand von der Nachricht sp瓣tnachts unter Druck gesetzt. Und im Sommer geht der ganze Konzern f羹r drei Wochen in den Betriebsurlaub (ausgenommen ein kleines Notfall-Team). Bei Audi nennen sie es No-Fomo-Time: keine Angst, etwas zu verpassen, das nach dem Urlaub aufgearbeitet werden muss.Auerdem gilt Transparenz 羹ber den Kalender der Kollegen und Kolleginnen. Das heit, im Kalender ist nicht nur ersichtlich, dass jemand um 15 Uhr losmuss - sondern er muss los, um sein Kind von der Kita abzuholen.

  1. Wie bauen wir ein erfolgreiches Team im Sinne Von New Work auf?

Aus eigener Erfahrung wei ich: Vor allem in Start-ups wird Recruiting untersch瓣tzt! Wir haben oft keine Lust, Zeit mit ausufernden Job-Interviews zu verplempern. Die Zeit dr瓣ngt schlielich, das Produkt auf die Strae zu bringen. Als Audi sein neues Transformations-Team aufstellte, f羹hrte die Spitze dagegen 50 Bewerbungsgespr瓣che, um lediglich acht Leute einzustellen. Klingt erstmal nach keiner guten Quote. Dennoch hat sich der Aufwand mehr als gelohnt denn was vor allem stimmt, ist die Chemie. Schlielich verbringt man mehr Zeit mit den Kollegen als mit der Familie.

Wichtig f羹r ein gutes Klima ist es auerdem, den Mitarbeitenden Entfaltungsoptionen zu bieten. Jung von Matt macht das, indem es Praktikanten in Aussicht stellt, sich an einer zuk羹nftigen Gr羹ndung zu beteiligen. Und bei Google kann jeder Mitarbeitende, 20 Prozent seiner Zeit eigenen Projekten zu widmen. Das setzt ganz neues, kreatives Potenzial frei.

  1. Wobei d羹rfen wir nicht sparen?

Die Frage k繹nnte auch lauten: Worauf k繹nnen wir nicht verzichten? Richtig, auf unsere Gesundheit. Deshalb ist es wichtig, vorzubeugen, wenn wir gesund sind. Und nicht erst anzufangen, wenn es zu sp瓣t ist.

Audi bietet den Mitarbeitenden schon l瓣nger freiwillige Health-Checks an. Denn der Konzern hat verstanden: Bei Krankheiten wie Diabetes macht Fr羹herkennung den Unterschied. Jedes Jahr fr羹her hilft, die Krankheit in Griff zu bekommen.Doch mindestens genauso wichtig ist die Psyche: Zwei Gr羹nder haben mir von einem jungen M瓣dchen erz瓣hlt, das bei ihnen arbeitete. Sie schien immer in guter Stimmung, deshalb vermuteten die beiden nichts. Doch als ihre psychischen Probleme zu gro wurden, musste sie die Arbeit aufgeben. W瓣re es anders gekommen, wenn sie die Krankheit rechtzeitig erkannt h瓣tten? Das ist gut m繹glich - und zeigt: Mental Health ist kein Thema des Alters, sondern geht alle was an.

  1. Was wird am meisten untersch瓣tzt?

Der amerikanische Journalist Charles Duhigg schreibt im Bestseller Die Macht der Gewohnheit: ber 40 Prozent unserer wachen Zeit sind durch Gewohnheiten gepr瓣gt. Es sind die Routinen und Denkmuster, die wir von klein auf beigebracht bekommen. Das heit: wie viel wir auch immer ver瓣ndern wollen an die alles entscheidenden Habits unserer Mitarbeitenden kommen wir nur ganz schwer heran. Beispielsweise k繹nnen wir durch Regeln allein nicht verhindern, dass ein Teamleiter in autorit瓣res Handeln zur羹ckf瓣llt, wenn es stressig wird. Die Transformation ist deshalb die Herausforderung eines jeden Einzelnen im Team. Jeder muss sich 羹ber seine Habits bewusst werden und versuchen, sie gegebenenfalls zu ver瓣ndern.

Wenn es euch also nicht schnell genug geht mit der Transformation, seid euch bewusst: Wir m羹ssen Jahrhunderte falscher Glaubenss瓣tze und Gewohnheiten hinter und lassen. Das braucht Zeit und Geduld.

In diesem Sinne:

Lets work smart, not hard.

Eure, Laura

PS: Wenn euch gef瓣llt, was ich schreibe, und ihr noch mehr SMART CHIEFS in eurem Umfeld kennt, freue ich mich so sehr, wenn ihr diesen Newsletter weiterleitet. Tausend Dank an dieser Stelle! Lets grow together!

Alice Lem矇e ist f羹r mich eine englischsprachige Koryph瓣e unter den Newsletter-Autoren. Ich pers繹nliche lese sie nicht nur gerne, sondern h繹re ihr in dem Fall auch gerne zu: Im Passionfroot Podcast verr瓣t sie, wie wir durch Schreiben als Thoughtleader bekannt werden.

Wie wird man als Creator unendlich reich? Dieser Ultimate Step-by-Step Comprehensive Guide gibt Aufschluss.

Mit einem Online-Kurs 5 Millionen US-Dollar verdienen: Das erkl瓣rt der Creator Noah Kagan in seinem YouTube-Video.

儭 ber sogenanntes Journaling Tagebuchschreiben gibt es kontroverse Ansichten: Bringt es wirklich Klarheit? Oder ist es hippe Zeitverschwendung? Ali Abdaal hat 90 Tage den Stift gez羹ckt. Das hat er gelernt.

Es gibt kreative Smartphone-Cases. Und es gibt diese absolut verr羹ckten Dinger hier! Unbedingt das Video bis zum Ende schauen.

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儭 Smartes Zitat

People think focus means saying yes to the thing you've got to focus on. It means saying no to the hundred other good ideas that are there. You have to pick carefully."

Steve Jobs

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