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Diese 3% machen den Unterschied!
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Willkommen an die 72 neuen Smart Chiefs, die diesen Newsletter neuerdings lesen. Viel SpaĂź!
Hello Smart Chiefs,
mit manchen KI-Tools ist es wie mit Ex-Partnern: Eigentlich wissen wir, die Beziehung hat die besten Tage hinter sich. Doch wir romantisieren die Vergangenheit. Die erste Liebe, der erste Kuss, die ersten Prompts. Aber wenn wir ehrlich sind – wir sollten uns längst getrennt haben.
Genau das habe ich gemacht. In meinem Fall heißt mein „Ex" ChatGPT. Wir hatten uns aneinander gewöhnt. Doch die Qualität war längst nicht mehr das, was uns einmal zusammengebracht hat. Die Konsequenz: Ich habe gekündigt – und jemand Neuen kennen (und lieben) gelernt. Er heißt Claude.
Jetzt bin ich verliebt. Aber nicht naiv.
Denn je länger ich mit Claude arbeite, desto klarer wird mir eine Sache: Diese Beziehung ist anders. Alle reden davon, dass diese Art mit KI zu arbeiten, das Leben leichter macht. Sagen wir so: Sie ist faszinierend, aber anspruchsvoller. Weil sie vor allem DICH braucht und deine volle Konzentration.
Heute im Smart Chiefs Newsletter:
Warum agentische KI wie Claude mehr von dir verlangt, nicht weniger – die unbequeme Wahrheit: 6 ehrliche Gedanken
Keine Top 5 Links der Woche, sondern ein wirklich GOLDENER Workshop!
Eine offene Stelle bei einer der spannendsten Personal Brands (Wer kennt wen?)
Und wie immer eine kurze Umfrage, wie euch der Newsletter heute gefallen wird. Merci.
🏔️ Kurze Unterbrechung: Noch 2 Plätze am Wilden Kaiser
Bevor wir in den Deep Dive einsteigen, drücke ich kurz die Pause-Taste. Für das Smart Chiefs Retreat im Stanglwirt (im Juni, am Wilden Kaiser) sind nur noch genau zwei Plätze frei.
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Wir schlieĂźen die Anmeldung in wenigen Tagen.

Kurz fĂĽr alle, die Claude noch nicht kennen
Ich komme gleich zur eigentlichen These. Aber kurz muss ich einordnen, worĂĽber ich ĂĽberhaupt spreche. Sonst verliere ich jede:n Einsteiger:in.
Claude ist ein großes Sprachmodell (LLM) der US-Firma Anthropic. Je nach Modus verhält es sich sehr unterschiedlich.
Im Browser (claude.ai) ist Claude ein klassischer Chatbot: Du tippst, Claude antwortet. Nicht weniger, nicht mehr. In der Desktop-App wird dasselbe Modell im Modus Cowork zum agentischen System: Es plant eigenständig Teilschritte, liest und schreibt Dateien auf deinem Rechner, arbeitet Minuten oder Stunden durch, während du etwas anderes tust. (Für Entwickler:innen gibt es zusätzlich Claude Code im Terminal – dieselbe Architektur, technischer Zugang.)
Ein konkretes Beispiel: Du hast einen Ordner mit 40 chaotischen Rechnungen. Unterschiedliche Formate, verschiedene Schriften. Manche PDF, manche Screenshots. Du willst sie sortiert, nach Kunde gruppiert, mit einer vorformulierten Mahnmail für jede überfällige Rechnung.
Ohne agentische Funktionen: Jede Rechnung einzeln reinkopieren, fragen, Antwort holen, nächste kopieren. Bei 40 Stück: ein ganzer Nachmittag.
Mit Claude Cowork: App öffnen, auf den Ordner zeigen, Aufgabe in einem Satz beschreiben, weggehen. Nach einer Kaffeepause: sortierte Dateien, Übersichts-Tabelle, 40 Entwürfe – vorausgesetzt, der Prompt saß.
Das ist die Maschine, über die ich gleich schreibe. Sie handelt. Aber die Verantwortung bleibt bei dir – wie immer.
1. Was ich zuerst durchdringen musste
Eine unangenehme Hausaufgabe: verstehen, wie ich denke. Viele denke sich: Genial, die KI macht jetzt die Aufgabe fĂĽr mich und ich kann endlos Content posten. Trotzdem scheitern sie. Warum?
Nehmen wir das Beispiel LinkedIn-Karussell. Warum klingen KI-generierte Folien aus meiner Sicht oft so generisch? Die Antwort liegt für mich nicht im Prompt, sondern in der Analyse davor. Was macht aus einem 5-von-10-Karussell ein 10-von-10? Welche journalistischen Reflexe ziehe ich beim Redigieren? Was genau ist eine starke Headline – definiert in Kriterien, nicht im Bauchgefühl?
Wenn ich diese Fragen nicht sauber beantworten kann, kann ich es Claude auch nicht beibringen. KI kopiert keine Intuition. Sie braucht die explizite Anleitung, die ich bisher nur in meinem Kopf hatte.
Das Ergebnis: Ich verbringe heute mehr Zeit mit Konzept als mit Output. Und ich starte Testdurchläufe, bis ich meinen eigenen Goldstandard in einem Prompt abgebildet habe.
2. Was ich verlernt habe
Früher war mein Ausdruck von Kreativität: aus dem Moment heraus anfangen, Ideen fließen lassen. Hat Spaß gemacht. Und hat mich gleichzeitig zum Bottleneck meines eigenen Unternehmens gemacht – weil meine Systeme nie für andere transparent waren. Weil ich ungeduldig war mit Mitarbeiter:innen, denen ich nie erklärt hatte, wie ich eigentlich entscheide.
KI zwingt mich zur Selbstoffenlegung. Jeden Prompt muss ich als explizites System formulieren. Das ist anstrengend – und die beste Organisationsarbeit, die ich je über mich selbst gemacht habe.
Daraus folgt eine für mich schmerzhafte These: Generalisten-Mitarbeiter:innen, die monatelang nebenher mitlaufen, haben im KI-Zeitalter aus meiner Sicht kaum Potenzial, echte Arbeit abzunehmen. Die Ausführung ist nicht das Problem. Die letzten drei Prozent sind es. Und an denen scheitern aus meiner Erfahrung die allermeisten. Das ist für Solo-Selbstständige und kleine Teams eine harte, aber wichtige Erkenntnis.
3. Was heute anders geht
Meine Content-Schlagzahl ist deutlich gestiegen. Grafiken, für die ich früher zahlen musste, mache ich selbst. Aber hier kommt die nächste Falle: Kann ich überhaupt beurteilen, ob eine Grafik gut ist, wenn ich keine Grafikerin bin?
Meine Antwort: Ich muss es lernen. Ich ziehe mir Referenzen, schaue, wie echte Grafiker:innen arbeiten, baue mein Urteil entlang der Expertise anderer auf. Die Alternative wäre, jemanden für alte Arbeitsleistung zu bezahlen – obwohl ich weiß, was KI heute kann. Manchmal ist der bessere Deal: Ein 15-Minuten-Deep-Dive mit einer Fachperson, und dann baue ich mein System drumherum.
Nicht jede Entscheidung fällt gleich. Bei Texten bleibe ich Perfektionistin – hier fällt mir Loslassen schwer. Genau deshalb ist KI für mich dort ein Segen: Sie ersetzt mich nicht. Sie macht mich präziser. Für alle Bereiche, in die ich als kleinere Unternehmerin kein Agentur-Budget stecken will, liefert KI für meine Verhältnisse eine Qualität, die ich alleine nicht erreicht hätte.
4. Was unbequem geworden ist
Mit einem agentischen System wie Cowork oder Claude Code kannst du nicht nebenbei arbeiten. Jede Unterbrechung wirft dich zurück an den Punkt, an dem du verstehen musst: Wo steht Claude gerade? Was läuft im Hintergrund? Ich blocke mir inzwischen Stunden am Stück, mit klarer Agenda vorab. Was baue ich hier? Wo endet die Session? Ohne diese Klarheit verliere ich mich – und die Maschine läuft munter weiter.
Und dann ist da noch die leise Unsicherheit: Hat Claude meine Aufgabe wirklich präzise verstanden? War mein Prompt eindeutig – oder schwammig? Was passiert mit meinen Daten? Weil KI exakt das umsetzt, was du sagst. Und wenn du nicht weißt, was du willst, kommt auch Quatsch heraus.
Interessanterweise habe ich mir dabei eine Blockade im Kopf entlarvt: Bei einer menschlichen Mitarbeiter:in weiß ich auch nicht, wie präzise sie meine Anweisung verstanden hat. Ich weiß nicht, ob sie meine Daten zum Wettbewerb trägt. Ich vertraue trotzdem. Bei KI fällt mir dasselbe Vertrauen schwerer. Das ist für mich weniger ein technisches Problem als ein kulturelles.
5. Was nur ich kann
Dieser Text entsteht gerade live nach genau dieser Logik: Ich habe Claude meine Ausgangshypothese gegeben, lasse mir von ihm Fragen stellen – und spreche meine Antworten ins Mikrofon. Wispr Flow transkribiert. Claude schreibt in meiner Tonalität. Ich konzentriere mich nur auf meine Worte, mein Echo, meinen Gedanken.
Aber: Das funktioniert nur, wenn mein Input gut genug ist. Wenn mein Ausgangs-Prompt so präzise war, dass Claude mir überhaupt kluge Fragen stellen kann.
Das bedeutet für mich: konstante Weiterbildung. Workflows vergleichen. Nicht jeder Prompt aus dem Internet passt in mein Business – manche stürzen mich eher ins Chaos, als dass sie mich entlasten. Meinen eigenen Goldstandard muss ich selbst finden. Den gibt mir kein Tool und kein Influencer.
6. Meine konkreten Learnings:
1. Konzept vor Output. Bevor du loslegst: Definiere in Stichpunkten, was ein 10-von-10-Ergebnis ausmacht. Welche Kriterien? Welche Reflexe? Erst dann Claude anfassen.
2. Selbstoffenlegung als Übung. Schreib deine eigenen Entscheidungsregeln auf – so wie du sie einer:m neuen Mitarbeiter:in erklären würdest. Das ist dein Prompt-Rohmaterial. Sei so präzise und akribisch wie möglich.
3. Sessions blocken, nicht Multitasken. Agentische KI verträgt keine Unterbrechung. 2 Stunden am Stück, klare Agenda vorab, Benachrichtigungen aus.
4. Urteilskraft outsourcen, nicht Arbeit. 15-Minuten-Deep-Dive mit einer Fachperson schlägt jede:n billige:n Generalist:in, wenn du danach selbst mit KI weiterbaust. Auch hier gilt: Stelle verdammt gute Fragen, kein generisches Bla Bla.
5. Eigener Goldstandard statt Influencer-Prompts. Nicht jeder Prompt aus dem Internet passt zu dir. Teste, dokumentiere, verwirf. Vor allem sei dir über den eigenen Workflow im Klaren - und bleib realistisch: Es kann 4 bis 5 Anläufe dauern, bis du mit deinen Ergebnissen zufrieden bist.
Die Ausführung war nie das Problem. Die letzten drei Prozent sind es. Und in diese drei Prozent muss ich heute mehr Zeit, mehr Präzision und mehr Ehrlichkeit investieren als je zuvor.
Work smart, not hard.
Deine Laura
PS: Du hast in dem Text gemerkt, dass es wieder Updates gibt, von denen auch ich noch nichts weiß? Schreib mir eine E-Mail. Und: Teile diesen Newsletter mit anderen Smart Chiefs. Noch immer made by humans ❤️
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